5x Shopify Email Flow für mehr Wiederkäufe | Shopify Agentur Wien

Einmal gewonnen, wieder gekauft: 5 Email Flows für deinen Shopify-Shop

Du investierst in Werbung, gewinnst einen Kunden und verschickst seine Bestellung. Danach hört er wochenlang nichts von dir. Bis irgendwann der nächste allgemeine Rabattnewsletter kommt.

Dabei kennst du jetzt etwas Entscheidendes: Du weißt, welches Produkt diesen Kunden interessiert und was er gekauft hat.

Diese Information kann dir helfen, ihn sinnvoll weiterzubegleiten. Mit Tipps zur Nutzung, passenden Ergänzungen oder einer Erinnerung, wenn ein Nachkauf ansteht.

Email Flows sind vorbereitete Nachrichtenabläufe, die durch bestimmte Ereignisse ausgelöst werden. Sie können Kunden gezielter erreichen, ohne dass du jede Nachricht einzeln verschicken musst.

Für Shopify-Shops bis 50.000 Euro Monatsumsatz ist das besonders interessant: Du kannst bestehende Kontakte besser betreuen, während du weiter neue Kunden gewinnst.

1. Der Willkommens Flow: Gib Interessenten einen Grund für den ersten Kauf

Jemand meldet sich für deinen Newsletter an. Damit ist Interesse vorhanden, aber möglicherweise noch nicht genug Vertrauen für eine Bestellung.

Ein guter Willkommens Flow beantwortet die wichtigsten Fragen:

Was macht dein Angebot relevant? Für wen sind die Produkte geeignet? Womit sollte ein neuer Kunde beginnen?

Statt sofort das ganze Sortiment zu zeigen, kannst du eine überschaubare Auswahl präsentieren. Erkläre Unterschiede und verlinke auf die passende Kategorie oder Produktseite.

Hast du bei der Anmeldung einen Vorteil versprochen, muss dieser leicht einlösbar sein. Wenn der Interessent bereits gekauft hat, sollte er anschließend keine unpassende Aufforderung zum Erstkauf mehr bekommen.

2. Der Flow nach dem Kauf: Sorge dafür, dass dein Produkt überzeugt

Die Beziehung zum Kunden endet nicht mit der Bestellbestätigung.

Je nach Produkt können Hinweise zur Anwendung, Pflege, Montage oder Aufbewahrung helfen. Wer sein Produkt richtig nutzt, hat bessere Voraussetzungen für ein gutes Kauferlebnis.

Ein Beispiel: Bei einem Pflegeprodukt kann eine verständliche Anwendungshilfe sinnvoll sein. Bei einem Trainingsgerät eher eine Einführung in Aufbau und Nutzung.

Richte den Versand solcher Nachrichten möglichst am tatsächlichen Lieferstatus aus. Eine Anleitung ist hilfreicher, wenn das Produkt angekommen ist, als mehrere Tage vor seiner Zustellung.

Löse zuerst die Fragen rund um den ersten Kauf. Danach kannst du passende weitere Angebote machen.

3. Der Nachkauf-Flow: Erinnere, wenn der Bedarf zurückkommt

Verbrauchsprodukte wie Tee, Kosmetik oder Reinigungsmittel eignen sich für bedarfsgerechte Nachkauferinnerungen.

Der Zeitpunkt sollte sich nach Produkt, gekaufter Menge und beobachtetem Kaufverhalten richten. Eine pauschale Nachricht nach 30 Tagen passt nicht zu jedem Sortiment.

Hat der Kunde inzwischen erneut bestellt, muss die Erinnerung entsprechend ausgesetzt oder neu terminiert werden.

Bei langlebigen Produkten funktioniert die Idee anders. Hier sind Zubehör, Ersatzteile oder Pflegeprodukte häufig sinnvoller als die Aufforderung, dasselbe Hauptprodukt noch einmal zu kaufen.

Der Ausgangspunkt ist immer der nächste plausible Bedarf des Kunden.

4. Der Ergänzungs-Flow: Empfiehl Produkte, die zusammenpassen

Wer eine Teekanne bestellt, könnte später ein passendes Sieb benötigen. Wer ein Trainingsprodukt kauft, interessiert sich möglicherweise für kompatibles Zubehör.

Solche Empfehlungen sollten zur bisherigen Bestellung passen. Prüfe deshalb:

  • Besitzt der Kunde das vorgeschlagene Produkt bereits?

  • Ist es mit seinem bisherigen Kauf kompatibel?

  • Ist der Nutzen verständlich?

  • Ist das Produkt verfügbar?

Wenige gut begründete Empfehlungen sind meist leichter zu erfassen als ein kompletter Produktkatalog.

Ein Rabatt ist dabei keine Voraussetzung. Wenn die Ergänzung ein konkretes Problem löst, kann ihr Nutzen bereits einen überzeugenden Kaufanlass schaffen.

Du hast bereits Kunden, aber kaum strukturierte Kommunikation nach dem Kauf? Lass uns in der kostenlosen Analyse über deinen Shopify-Shop sprechen.

5. Der Reaktivierungs-Flow: Gewinne passende Kunden zurück

Wenn ein Kunde länger als für dein Sortiment üblich nicht bestellt hat, kann eine gezielte Nachricht sinnvoll sein.

Zeige beispielsweise eine relevante Neuheit, eine Verbesserung oder ein passendes Angebot. Eine allgemeine Nachricht mit „Wir vermissen dich“ liefert allein noch keinen Kaufgrund.

Auch hier ist der normale Kaufabstand entscheidend. Bei regelmäßig verbrauchtem Tee bedeutet eine längere Pause etwas anderes als bei einem hochwertigen Möbelstück.

Bleibt die Reaktion dauerhaft aus, sollte die Kontaktfrequenz sinken. Immer häufigere Nachrichten machen ein unpassendes Angebot nicht relevanter.

Damit die Flows zusammenarbeiten, brauchst du klare Regeln

Ein Kunde sollte nicht gleichzeitig eine Erstkaufaktion, eine Nachkauferinnerung und ein Rückgewinnungsangebot erhalten.

Lege deshalb fest, welcher Ablauf Vorrang hat und wann Kontakte ausgeschlossen werden. Berücksichtige neue Bestellungen, Rückerstattungen, offene Beschwerden und Abmeldungen.

Shopify unterstützt ereignisbasierte Marketingautomatisierungen. Individuelle Abläufe und Verbindungen mit weiteren Apps sind ebenfalls möglich. Die verfügbaren Möglichkeiten beschreibt die Shopify-Dokumentation zu Marketingautomatisierungen.

Plane Werbenachrichten nur für Kontakte mit der passenden Versandberechtigung. Serviceinformationen und Verkaufsangebote sollten im Ablauf klar unterschieden werden.

KI hilft bei der Umsetzung. Die Strategie braucht deine Kundendaten.

KI kann Entwürfe für Betreffzeilen, Anwendungstipps und Produktvorteile vorbereiten. Sie kann auch dabei helfen, einen langen Text verständlicher zu formulieren.

Prüfe Produktangaben, Tonalität und Angebote vor dem Versand. Automatisierte Fehler können viele Kunden gleichzeitig erreichen.

Bewerte die Flows außerdem nicht nur nach Öffnungen. Aussagekräftiger sind unter anderem Klicks, Bestellungen, Wiederkäufe, Abmeldungen und der Ertrag nach Rabatten und Versandkosten.

Der im E-Mail-System zugerechnete Umsatz ist nicht automatisch vollständig zusätzlich entstanden. Bei ausreichender Empfängerzahl kann ein Vergleich mit einer Gruppe ohne die jeweilige Nachricht helfen, den tatsächlichen Mehrwert einzuschätzen.

Welche E-Mail-Flows lohnen sich für deinen Shop zuerst?

Du brauchst nicht sofort fünf aufwendige Abläufe. Beginne dort, wo deine Kundendaten einen klaren Bedarf zeigen und genügend Kontakte vorhanden sind.

Als Shopify Agentur in Wien betrachten wir bei 5pm Shop, Angebot und Kundenbindung gemeinsam.

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